Glossar

 

- Im Prinzip eine zweite Bohrung in der ersten Bohrung, damit sich das abgekühlte und verpresste Wasser im Untergrund weiträumiger verteilen kann. Auch Gabelbohrung oder side-track genannt.
- Der Begriff Abteufen stammt aus dem Bergbau und bedeutet Niederbringung einer Bohrung oder eines Schachtes.
- Geothermische Energie gilt nach dem deutschen Bergrecht als ein bergfreier Rohstoff und gehört damit nicht dem Grundeigentümer. Das Recht zur Aufsuchung und Nutzung wird an den Antragsteller verliehen.
- Bohrklein, auch cuttings genannt, ist das bei der Bohrung zu Tage geförderte Gesteinsmaterial. Es gibt u. a. Aufschluss über Beschaffenheit der so genannten Abteufschichten und liefert damit wertvolle Hinweise für die Fachleute der Geothermie.
- Als Bergbau bezeichnet man die Aufsuchung, Erschließung, Gewinnung und die Aufbereitung von Bodenschätzen aus der oberen Erdkruste unter Nutzung von technischen Anlagen und Hilfsmitteln. Es gibt über- und unterirdische Abbauverfahren. Beim Bohrlochbergbau werden Bohrungen in tiefere Bodenschichten eingebracht, um an Bodenschätze heranzukommen.
- Erdwärme ist ein anderer Begriff für Geothermie.
- Als Fernwärme wird die Wärmelieferung zur Versorgung von Gebäuden mit Heizung und Warmwasser bezeichnet. Bei der Erschließung ganzer Stadtteile wird allgemeinhin von Fernwärmeversorgung gesprochen, bei einzelnen Gebäuden von Nahwärme. Technisch und juristisch sind Fern- und Nahwärme gleichbedeutend.
- Geothermie oder Erdwärme genannt zählt zu den unerschöpflichen Energievorräten unserer Erde. 99 Prozent des Erdinnern sind über 1.000 Grad Celsius heiß; von dem verbleibenden ein Prozent sind wiederum 99 Prozent über 100 Grad Celsius warm. Diese Energie zur Strom- und Wärmeerzeugung zu nutzen, wird allgemeinhin als Geothermie bezeichnet. Pro 100 Meter nimmt die Temperatur ca. drei Grad Celsius zu. Die Erdkruste ist ca. 30 Kilometer dick. Während im Erdmantel Temperaturen bis zu 1.200 Grad Celsius erreicht werden, ist der Kern über 5.000 Grad Celsius heiß. Zahlenangaben vom Bundesverband für Geothermie.
- Emissionen, die beim Betrieb beispielsweise eines Kraftwerks entstehen. Geothermiekraftwerke gelten als geräuscharm.
- Grundlast ist die Energie, die permanent zur Verfügung steht. Bei Strom spricht man von Grundlast, Mittellast und Spitzenlast. Von den regenerativen Energien hat Geothermie den großen Vorteil, dass sie grundlastfähig ist, also permanent zur Verfügung steht.
- Grundwasser ist unterirdisches Wasser.
- Im so genannten Hot-Dry-Rock-Verfahren wird Wasser mit hohem Druck in den Untergrund gepresst. Im Gestein bilden sich Klüfte, durch die das Wasser hindurch fließt und dabei die Wärme aufnimmt. Das erste große HDR-Projekt in Europa entstand in Soultz-sous-Forêts im Elsass. Dieses Systeme ist der petrothermalen Geothermie zuzuordnen. In Insheim kommt mit der Hydrothermalen Geothermie eine andere Technik zum Einsatz.
- Die Hydrothermale Geothermie ist ein Teilgebiet der Tiefen Geothermie. Dabei wird die Wärme dem Untergrund zusammen mit dem natürlich vorhandenen heißen Wasser entnommen. Das System ist im Prinzip eine Heizwasser-Förderung. Das abgekühlte Wasser wird durch Reinjizierung in den Kreislauf im Boden zurückgebracht. Die Hydrothermale Geothermie findet in Insheim Anwendung.
- Förderbohrungen dienen dazu, flüssige oder gasförmige Stoffe an die Erdoberfläche zu transportieren, z.B. Erdöl, Erdgas, Grundwasser oder Thermalwasser.
- Temperatur des geförderten fluiden Stoffes. Bei Thermalwasser beispielsweise bis zu 200 Grad Celsius in Deutschland.
- Fracking ist eine Methode der geologischen Tiefbohrtechnik, bei der durch Einpressen einer Flüssigkeit in eine durch Bohrung erreichte Erdkrustenschicht dort Risse erzeugt und stabilisiert werden. Ziel ist es, die Gas- und Flüssigkeitsdurchlässigkeit in der Gesteinsschicht so zu erhöhen, dass ein wirtschaftlicher Abbau von Bodenschätzen wie Erdgas und Erdöl ermöglicht wird. In Insheim wird diese Technik nicht angewendet.
- Injektion bedeutet Verpressung flüssiger oder gasförmiger Stoffe in tiefere Bodenschichten.
- Bei Injektionsbohrungen werden flüssige Stoffe wie ausgekühltes Thermalwasser wieder im Untergrund verpresst. Somit entsteht ein immerwährender Kreislauf.
- Das ausgekühlte Thermalwasser wird bei der Reinjektion wieder im Erdreich verpresst. Das zuvor entnommene Wasser mit Temperaturen bis zu 160 Grad Celsius(Fördertemperatur) hat abgekühlt eine Temperatur bis zu 50 Grad Celsius (Injektionstemperatur).
- Bei Bohrungen bis zu 400 Meter Tiefe spricht man i.d.R. von oberflächennaher Geothermie. Häufige Anwendung ist das Nutzen von Umweltwärme mit Wärmepumpen per Erdsonde. Ab 400 Meter bis zu 4.000 Meter spricht man von Tiefe Geothermie, die spezielle Bohrungen erfordert.
- Mit Oberflächengewässer bezeichnet man i.d.R. Flüsse und Seen in der Natur bzw. fließendes oder stehendes Wasser.
- Bohrung zum Einleiten des abgekühlten Thermalwassers ins Erdreich.
- Seismizität beschreibt die Bodenaktivität in einer definierten Region. Beschrieben werden z. B. Häufigkeit, Stärke, Tiefenverteilung oder räumliche Verteilung von Erschütterungen.
- Thermalwasser ist signifikant wärmer als das umgebende Grundwasser. Das Wasser wird im Erdinneren durch vulkanische Aktivitäten erhitzt oder durch Zirkulation in tiefere heiße Gesteinsschichten.
- Geologische Bohrung in tiefere Bodenschichten. Ab 500 Meter spricht man von Tiefbohrung.

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